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Abschied von Juanjui

Heute verbrachte ich meinen letzten Tag in der Kleinstadt direkt am Fluss Huallaga gelegen. Wusstet ihr dass ihr diesen Fluss Huallaga den ich bereits seit hunderten Kilometer begleite wohl alle kennt? Er fließt nach Tarapoto noch etwa 300 Kilometer ehe er in Iquitos einen neuen Namen erhält und zum wohl bekanntesten Strom der Erde wird: Es ist der Amazonas. Bei seiner Mündung wird der Amazonas mehr Wasser mit sich führen als die acht nächstgrößten Flüsse der Welt zusammen. Er ist bereits hier ein gigantischer Fluss der die Landschaft nach seinem belieben gestaltet und Lebensraum für unzählige Menschen und Tiere bietet.


Übrigens musste ich zum zweiten Mal nach Vietnam Bekanntschaft mit Bettwanzen hier machen. Zuerst habe ich noch geglaubt es sind nur Moskitostiche aber seit heute bin ich mir sicher. Gott sei Dank fahre ich morgen in ein anderes Hotel, ich hoffe nur ich nehme keines der Viecher in meinem Rucksack mit.


Morgen Vormittag nehme ich Abschied aus Juanjui, ein Auto wird mich nach Tarapoto bringen, das etwa 2-3 Stunden entfernt liegt. Tarapoto, ebenfalls im tropischen Amazonas-Regenwald gelegen, ist hier in der Provinz San Martin die größte Stadt. Ich werde dort einige Tage verbringen und mich dann von dort wieder bei euch melden.


Die Stadt Juanjuí im Amazonasgebiet


Brücke über den Rio Huallaga


Reiseroute nach Tarapoto
15.3.15 03:01


Unterwegs im Amazonas

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs bei den Produzenten. Wir sind von Juanjui aus etwa 3 Stunden über die Berge durch den Regenwald in ein kleines Tal gefahren. Der Weg dorthin ist ebenso abenteuerlich wie die Dörfer vor Ort. Hier gibt es teilweise weder Strom noch fließend Wasser. Die Kinder müssen 2 Stunden in die Schule gehen und statt einem Auto gibt es hier Esel. Ein normales Auto würde auch nicht viel bringen denn die Wege sind einzige Schlammpisten die man nur mit einem Geländewagen, und auch nur wenn es nicht geregnet hat, bewältigen kann. Wir hatten das Glück dass es zwei Tage nicht geregnet hat und so kamen wir schon gegen Mittag im Ort El Dorado an. Im Ort mit dem berühmten Namen habe ich aber kein Gold gefunden wie wir es kennen, aber wunderschöne Kakaogärten, die naturbelassen, biologisch und einfach traumhaft waren. Hier wird mit ganz einfachen Mitteln gearbeitet und den Menschen scheint es ganz gut zu gehen. Sie haben nicht viel, aber können sich selbst ernähren. Nur der Transport ihrer Produkte in die nächste Stadt ist sehr schwierig.

Auch heute stand der Besuch einer weiteren Kooperative am Programm. Leider bin ich nicht ganz gesund weil mich irgendein Virus erwischt hat, und so konnte ich nur am Vormittag die Produktion und Büros von ACOPAGRO besuchen. Am Nachmittag ruhte ich mich im Hotel aus. Morgen werde ich einen weiteren gemütlichen Tag hier in Juanjui verbringen ehe es am Montag Vormittag in die größte Stadt der Region, nach Tarapoto weitergeht. Dort werde ich ein paar Tage verbringen und wahrscheinlich auch eine nahegelegene Kakao-Kooperative besuchen.


Pfad zum Dorf El Dorado


Dorf im Regenwald


Haus im Kakaogarten
15.3.15 02:49


Juanjuí

Liebe Leute, bin heute nach vierstündiger Fahrt über eine Piste gut geschüttelt in Juanjuí meiner nächsten Station angekommen. Hier ist es bereits sehr heiß und schwül weil ich schon ziemlich weit im Amazonasgebiet bin. Morgen gehts zu den Kakaobauern von Juanjuí. Mehr Infos und Fotos gibts morgen Abend.
13.3.15 02:00


Kakao aus Tocache

Tocache ist ein kleiner Ort in einem Breiten Tal das vom Rio Huallaga geschaffen wurde. Landwirtschaft hat hier Tradition. So wird hier viel Reis, Mais, Bananen und natürlich auch Kakao oder Kaffee an den Hügeln angebaut.

Hier hat auch die Exportfirma Sumaquao ihren Sitz, mit der ich seit 2 Tagen unterwegs bin. Gestern standen gleich mehrere Produzentenbesuche an. Während in Tingo Maria bei Naranjillo der Kakao Fairtrade- zertifiziert, und auch biologisch ist, waren die Bauern die wir gestern besucht haben nicht zertifiziert. Für meine Arbeit stellen sie einen guten Vergleich dar. Durch chemischen Dünger ist hier der Ertrag viel höher und so können bis zu 1500 kg Kakao pro Hektar geerntet werden.

Besichtigen konnten wir auch die Fermentation und Trocknung der Bohnen. Zu den einzelnen Plantagen der Bauern ging es über Erd- und Steinstraßen mit dem Moped. So war ich am Abend richtig erschöpft. Heute werden wir noch eine Plantage besuchen ehe es morgen zusammen mit Leuten von Sumaquao nach Juanjuí geht. Vier Stunden mit dem Auto sind es nach Juanjuí, was ein Hauptanbaugebiet für Kakao ist. Dort werde ich zwei Kooperativen besuchen, Asominka im Dorf Campanilla und ACOPAGRO direkt in Juanjuí. Mein Plan ist es dort wieder einige Tage zu bleiben ehe es mit dem Auto weiter in die 3 Stunden entfernte Großstadt Tarapoto geht.

Aja das Wetter hier ist etwas besser als in Tingo Maria, es regnet nur ab und zu und nicht den ganzen Tag wie dort. Das Essen hier ist ausgezeichnet, gestern habe ich Schweinefleisch gegessen das geschmeckt hat wie Schweinsbraten, zusammen mit Kochbananen und Mais war das super. Auch das Hotel ist ganz okay wo ich jetzt bin, auch wenn es von Luxus weit entfernt ist.


Das Dorf Tocache


Bei den Kakaobauern der Umgebung


Fast reife Kakaofrüchte


Fertig fermentierte und getrocknete Bohnen
11.3.15 15:01


Tocache

Gestern bin ich gut nach dreistündiger Fahrt im Auto in Tocache angekommen. Wir sind Richtung Norden gefahren, immer den Fluss Huallaga entlang der hier in ein breites Tal mündet in dem es sehr viel Landwirtschaft gibt. Hier gibt es die Firma Sumaquao mit der ich schon Kontakt aufgenommen habe. So fahren wir heute und morgen zu den Kakaoproduzenten. Fotos und weitere Eindrücke von Tocache gibt es dann später.
10.3.15 13:16


Tingo Maria Nationalpark

Heute habe ich einen ruhigen Sonntag in Tingo verbracht. Schon in der Früh machte ich mit dem allgegenwärtigen Motorradtaxi auf den Weg in den nahen Nationalpark. Dort besichtigte ich die Eulen-Höhle in der es zwar gar keine Eulen gibt, die aber schön anzuschauen ist. Ich bin zwar kein Höhlen-Fan aber wenn man schon hier ist sollte man sich das auch anschauen. Und siehe da heute waren sogar einige Touristen unterwegs, zwar alles Peruaner aber immerhin kommt hier jemand her. Europäer oder ähnliches habe ich bis jetzt noch keinen gesehen.
Nach dem Höhlenbesuch machte ich einen Rundgang durch den Nationalpark und verbrachte die Zeit mit fotografieren.

Danach ging es zurück in die Stadt und hinauf auf einen Aussichtshügel über der Stadt. Tingo Maria hat ca. 50.000 Einwohner, man sieht es der Stadt aber nicht an, sie wirkt verschlafen und ruhig. Gut für mich nach der hektischen Hauptstadt Lima.

Morgen gehts mit dem Auto nach Tocache, weiter Richtung Norden dem Fluss Huallaga entlang. Tocache ist ein noch kleinerer Ort und etwa 3 Stunden von Tingo entfernt. Dort werde ich mit der ansässigen Kooperative MINKA weitere Kakaobauern besuchen und Interviews durchführen. Wie lange ich dort bleibe hängt vom Zugang zu den Bauern ab. Bis bald in Tocache.


Tingo Maria Nationalpark


Blick auf Tingo Maria
9.3.15 02:25


Kakao aus Tingo Maria

Gestern und heute hatte ich viel zu tun hier in Tingo Maria, am Rande des riesigen Amazonas-Regenwaldes. Gestern stand eine Besichtigung der Produktionsstätte der Kooperative Naranjillo am Programm. Naranjillo ist eine über 50 Jahre alte Kakao und Kaffee Kooperative mit mehr als 4000 Bauern. Sie produzieren ausschließlich fair und zu 90 Prozent auch bio. Die Kooperative kann einiges an Arbeit vorweisen. Mittlerweile sind sie auch imstande selbst Kakaobutter, Schokolade oder Likör zu produzieren und exportieren. Ich konnte mit dem Präsidenten Luis alle Abteilungen besichtigen und wertvolle Informationen für meine Masterarbeit sammeln.

Heute waren wir dann den ganzen Tag bei den Kakaobauern, insgesamt haben wir drei Farmen besucht, wobei ich bei allen paradiesische Zustände vorfand. Die Plantagen sind weit weg von den schrecklichen Monokulturen wie wir sie kennen. Es sind eher Gärten in denen alles wächst: Kakao, Maniok, Koka, Bananen, Orangen, Guacamole usw. Eine solche Vielfalt habe ich noch nicht gesehen. Dennoch sind die Arbeitsbedingungen hart. Die Bauern arbeiten jeden Tag von Früh bis Spät, ohne Urlaub und ohne Feiertage. Klar denn sie bekommen nur für ihre Produkte bezahlt, und das sind umgerechnet 6 Euro am Tag. So kommt ein hart arbeitender Bauer im Monat auf keine 200 Euro und muss damit seine gesamte Familie ernähren. Und das sind Bauern von Fairtrade, ich will mir gar nicht vorstellen wie der Kakao von Milka, Lindt etz. produziert wird.

Morgen werde ich den Nationalpark von Tingo Maria besuchen, und ich habe mich heute entschieden am Montag weiter nach Tocache zu reisen, weiter Richtung Norden immer dem mächtigen Fluss Huallaga entlang.


Pablo auf seiner Plantage neben einer Kakaofrucht


Mit der Familie Santos vor einem 30 jährigen Kakaobaum


Kakaofrucht mit Bohnen


Der Jüngste Sohn der Familie Santos
8.3.15 01:41


Tingo Maria

Da es heute den ganzen Tag geschüttet hat war ich noch nicht bei den Kakaobauern in der Umgebung von Tingo Maria. Morgen starte ich einen neuen Versuch. Als Ersatzprogramm stand heute die Besichtigung der Produktionsstätte von Naranjillo am Programm. Dort wird Kakao und Kaffee verarbeitet. War sehr interessant für mich zu sehen wie aus Bohnen fertige Schokolade wird. Hier noch zwei Fotos von gestern, Fotos vom hoteleigenen "Zoo":


Hellroter Ara vor meinem Zimmer


Aguti im Garten
7.3.15 00:12


Auf in den Amazonas Regenwald

Heute war ein harter Tag, naja begonnen hat alles eigentlich schon gestern Abend als ich den Nachtbus nach Huánuco genommen habe. Schon die Taxifahrt zum Abfahrtsort hatte es in sich und lässt den bisherigen "verrückte-Taxifahrer-Reckord" von Istanbul aus dem Jahr 2010 weit hinter sich. Unglaublich wie sie hier zur Stoßzeit fahren. Auf jeden Fall kam ich dann schon gestresst am Busbahnhof an wo ein toller Bus mit breiten und super bequemen Sitzen auch noch pünktlich um 09:30 abfuhr. Obwohl wir über Pässe von bis zu 4400 Metern fuhren, konnte während der Nacht auch recht gut schlafen bis ich gegen 5 Uhr aufwachte und mich die Straßenbedingungen ziemlich erschrecken ließen. Von einer Asphaltstraße war nichts zu sehen denn in den letzten Tagen musste es wie aus Eimern geregnet haben. Es war eine einzige Schlammpiste und so kamen wir mit dreistündiger Verspätung nach 11 Stunden in Huánuco an. Von der Stadt habe ich nichts gesehn weil ich gleich das nächste Auto nach Tingo Maria genommen habe.

Zwischen der Bezirkshauptstadt und Tingo Maria liegt eigentlich nur ein großer Berg, den es aber in unzähligen Serpentinen zu überwinden gilt. Auch hier hatte der Regen seine Spuren hinterlassen und so fuhren wir mit vielen Unterbrechungen wegen Murenabgängen mehr als drei statt der normalen 2 Stunden. Ziemlich müde kam ich schlussendlich in Tingo Maria an. Das Hotel hier ist etwas außerhalb der Stadt und hat einen eigenen "Tierpark" mit Affen, Papageien, Agutis und anderen Tieren aus der Region. Den restlichen Tag habe ich also mit dem Fotografieren von Tieren verbracht.

Das Wetter hier ist tropisch aber noch recht angenehm. Heute war es sehr bedeckt und ich hoffe dass morgen der Himmel aufreißt und ich tolle Fotos machen kann. Morgen gehts um 10 Uhr los, die Kakaokooperative Naranjillo holt mich ab und wir fahren zu ihrer Produktionsstätte und ich hoffe auch dass ich morgen die ersten Kakaobauern treffen werde.

Mehr von den Kakaobauern aus Tingo Maria gibts dann morgen Abend, bis dahin Saludos aus dem Regenwald.


Reiseroute nach Tingo Maria
6.3.15 01:14


Kommentare

Ich würde mich sehr über Kommentare von euch freuen, das geht ganz einfach unter kommentieren unter Angabe eines Namens. Saludos aus Peru.
5.3.15 00:42


Adios Lima

Heute verlasse ich die Hauptstadt und fahre mit dem Bus Richtung Huánuco. Von dort aus geht es mit einem weiteren Bus nach Tingo Maria. Den nächsten Eintrag gibt es dann am Donnerstag aus dem tropischen Regenwald.


Aussicht vom Hausberg in Lima


Zeremonie


Zusammen mit meinem peruanischen Freund Francisco
4.3.15 07:43


Historisches Zentrum Lima

Viele Besucher die nach Peru kommen reisen gleich nach der Ankunft weitere in die berühmten Regionen wie Cusco oder Arequipa, dabei ist Lima allemal ein oder zwei Tage wert.
Das historische Zentrum ist geprägt vom riesigen Plaza Mayor auf dem die Kathedrale, das Rathaus und der Präsidentenpalast die markantesten Gebäude sind. Markant sind auch die riesigen Balkone aus Holz. Um diesen zentralen Platz verlaufen die Gassen der Altstadt. Neben vielen Kirchen sind vor allem die Plätze und Restaurantes interessant und laden zu Köstlichkeiten der peruanischen Küche ein. Und das zu Preisen bei denen man als Österreicher nur lachen kann. Heute habe ich zum Beispiel ein Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Getränk um 2 Euro genossen.

Vom Elend der Armutsviertel merkt man hier im Zentrum nichts, ebensowenig in den reichen Vierteln Miraflores und San Isidro, wo die großen Bürotürme stehen. Lima ist sehr Vielfältig, bittere Armut auf der einen, verschwenderischer Reichtum auf der anderen Seite. So ist es eben in Lateinamerika, und kaum jemand der etwas zu sagen hat will an dieser Situation etwas ändern...


Kirche San Francisco


Hauptplatz von Lima


Gasse in der Altstadt
4.3.15 02:32


Experteninterviews in Lima

Die letzten beiden Tage standen Interviews mit verschiedenen Organisationen am Programm. Darunter MINKA, ein Exporteur von Kakao, APPCACAO, eine Organisation für Kleinbauern und NARANJILLO, eine Kooperative für Kakaobauern. Durch diese Experteninterviews konnte ich viele Informationen für die künftigen Interviews mit den Kakaobauern gewinnen und einen Einblick in die peruanische Kakaoproduktion erhalten.
4.3.15 02:25


Armenviertel von Lima

Gleich am ersten Tag zeigte mir Francisco die Schattenseite der 20 Millonen Einwohner Metropole Lima. Während in den wohlhabenden Bezirken flanieren und fotografieren kein Problem ist, ist von Sicherheit zum Beispiel im Bezirk La Victoria im Osten der Stadt keine Rede. Alleine wäre ich hier keine 100 Meter gegangen, und auch mit Francisco konnten wir nur am Vormittag hin. Er meinte die meisten Kriminellen schlafen um diese Zeit noch. Naja passiert ist uns zumindest nichts, aber ich hatte auch nichts mit was man mir stehlen konnte, bis auf eine kleine alte Digitalkamera.

Die Armut in La Victoria ist unvorstellbar, zumindest für einen Europäer. Bei unseren Reisen haben wir ja schon einiges gesehn, aber in den Slums von Lima leben die Menschen von der Hand in den Mund. Hauptsächlich Migranten aus den ländlichen Gebieten haben sich hier niedergelassen und bauen ihre Häuser immer weiter die Wüstenberge hinauf. Es gibt weder Strom noch Kanalisation und die Polizei betritt diese zonas rojas (rote Zonen) auch nicht.





3.3.15 20:39


neuer Versuch

So, es soll nicht sein mit meiner Website. Habe alles versucht aber irgendwas blockiert meine Seite hier in Peru. Naja nun halt hier Infos und Fotos aus Peru...
3.3.15 20:34


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